Transalp99

    Transalp  99Panoramakarte


    1. Tag: Freitag, 23.7.1999 Oberstdorf - Freiburger Hütte

    Bike-Hotel Gruben
    Gruben 1a
    87561 Oberstdorf
    Tel.: 08322/33 54
    Fax: 08322/84 99

    home.t-online.de/home/hotel-gruben/homepage.htm

    Start im Regen

    Letzte Vorbereitungen vor dem StartGestern abend sind Marc und ich erst um 23:15 Uhr bei  strömendem Regen im Bikehotel Gruben in  Oberstdorf angekommen. In der Lagebeschreibung zum Hotel stand "die Nebelhornbahn bleibt rechts liegen. Unmittelbar nach der Mühlenbrücke beginnt die für den allgemeinen Kfz-Verkehr  gesperrte Straße, die direkt zum Hotel Gruben leitet", daß dann aber noch ein 2 km langer Singletrail für Autos folgen sollte, hätte uns beinahe dazu veranlaßt, auf halber Strecke umzukehren. Pünktlich um 8:00 Uhr nehmen wir das Frühstück  ein, wobei uns der leichte NiesOb das wohl die Füße trocken hält?elregen nicht gerade in Hochstimmung versetzt. Marc schmeißt noch einmal eine Tablette gegen das Fieber ein, mit dem  er sich seit zwei Tagen herumschlägt. Eigentlich war mit den anderen vier, Ralph, Steffen, Heiko und Gerhard, ausgemacht, daß sie bis spätestens 9:00 Uhr  heute morgen mit dem Auto von Stuttgart aus anreisen sollten. Bis sie dann aber  ankommen, ist es doch schon 9:30 Uhr, und bis sämtliche Räder fahrbereit sind,  für Ralph Überschuhe Gruppenbildaus Plastiktragetüten gebastelt  sind, Gerhard den versehentlich eingesteckten Garagenschlüssel seines  Mitbewohners in einen Briefumschlag gesteckt hat und Ralphs Rucksack repariert  ist, ist es doch schon 11:00 Uhr, als wir im inzwischen strömenden Regen vom  Hotel Gruben (884m) endlich zu unserem Transalp 1999 aufbrechen.
    Full Speed durch die Pfütze.
    Vom Hotel aus fahren wir zuerst leicht bergab ins Stillachtal und folgen diesem an der Skiflugschanze vorbei, dann immer leicht bergauf. Nach etwa einer halben Stunde passieren wir auch die Fellhornbahn (920m), von wo aus es auf einem geteerten Feldweg weiter in  Richtung Rappenalptal geht.

    Steffen repariert Marc's KetteAm Ende  des Tales wird es nun zunehmend steiler und am Aufstieg zur Speicher-Hütte (1450m) reißt zu allem Überfluß auch noch Marcs Kette. Die  Einschätzung seines Fahrradhändlers, die Kette sei noch in Ordnung, war dann wohl etwas zu optimistisch. Drei Jahre, ohne einmal die Kette zu ölen, war dann  doch zu viel des Guten. Marc schiebt sein Bike noch das letzte StückBlick hinauf um Schrofenpaß. bis zur Hütte, wo Steffen die Kette zum Glück wieder  zusammennieten kann. Die anderen versuchen sich währenddessen mehr recht als schlecht, unter dem kleinen Vordach der Hütte unterzustellen. Links im Felsen  zeigen uns zwei sich bewegende gelbe Punkte, wohin uns unser Weg als nächstes hinführen sollte, hinauf auf den Schrofenpaß (1687m).  Wie das mit den Rädern gehen soll, ist uns aber bis auf Ralph (der war die  Heckmaier-Route schon einmal vor vier Jahren erfolgreich gefahren) nicht ganz klar.

    Der erste Anstieg zum Schrofenpass.

    Nach einer kurzen Rast beginnen wir also, unsere Räder - immer noch im strömenden Regen - durch den tiefen Morast zum Schrofenpaß hinauf zu schieben.

    Kreuzung Mundelsheimer Hütte - Schrofenpaß

    Anstieg zum Schrofenpaß I.

    Das erste Stück bis zur Kreuzung, wo sich der Weg rechts zur Mundelsheimer Hütte und links endgültig hinauf zum Schrofenpaß teilt, geht auch noch einigermaßen.
    Nach der Kreuzung beginnt es aber, richtig steil zu werden, und wir müssen die Räder teilweise sogar tragen bzw. den Hang hinaufziehen.

    Anstieg zum Schrofenpaß II.

    Anstieg zum Schrofenpaß III.Anstieg zum Schrofenpaß IV.Nach dem ersten Aufstieg führt der Pfad nun links in die  steil abfallende Felswand hinein. Da Steffen überhaupt nicht schwindelfrei ist, schieben wir abwechselnd sein Rad, so daß er sich besser an den entlang des Weges angebrachten Stahlseilen festhalten kann. Anstieg zum Schrofenpaß V.Zum Glück bereiten uns wenigstens unsere Klickpedalschuhe keine Probleme und geben uns genügend Trittsicherheit. Hier hatten wir vor der Tour doch leichte Bedenken.

    Auf der Leiter durch die Felswand I.Nach einer ¾ Stunde erreichen wir endlich die Leiter, die  wir schon aus einigen Transalpberichten aus dem Internet kannten. Der Wirt im Hotel Gruben hatte uns noch erzählt, daß die Leiter erst vor 3 Wochen neu installiert Auf der Leiter durch die Felswand II.worden war, nachdem die alte im Winter abgerutscht war. Da ich selbst auch nicht schwindelfrei bin, hatte mir diese Stelle im Vorfeld der  Tour doch einiges Kopfzerbrechen bereitet. In Wirklichkeit ist dann aber alles  nicht so schlimm, wie es auf den Fotos aussah, da die Leiter im Hang angebracht  ist und nicht über eine tiefe Schlucht führt. Nach einer ausführlichen Fotosession erreichen wir wenige Minuten später auch schon den Schrofenpaß (1687m).

    Abfahrt nach LechleitenDie  anschließende Abfahrt nach Lechleiten (1400m) gestaltet sich dann als eine recht  nasse Angelegenheit, da der Fahrweg streckenweise mehr einem kleinen Bach als einem Weg ähnelt und wir deshalb auch öfters schieben müssen. Ralph versenkt sein Fully auch noch im Moor und ist dann eine ganze Weile mit Putzen in einer  großen Lache beschäftigt. Meine Füße sind inzwischen total durchnäßt, mit der Wasserdichtheit meiner Gore-tex Socken war es dann doch nicht so weit her.

    An einer Abzweigung wissen wir nicht so recht wohin, nehmen dann aber doch den richtigen Weg rechts nach Gehren. Unten im Tal angekommen stellen Marc, Ralph und ich fest, daß wir die anderen drei verloren  haben, durchnäßt und frierend warten wir ein halbe Ewigkeit, um dann zu  erfahren, daß Heiko dringend seine größere Notdurft an einer Hütte verrichten mußte. Nach einem kurzen Anstieg auf der Hauptstraße nach Warth (1497m) hinauf  geht es dann in strömendem Regen eine 5 km lange Abfahrt nach Lech (1444m) hinunter. Dort entledigen wir uns unserer total durchnäßten Kleidung und versuchen, unsere Socken auszuwinden. Währenddessen erzählt uns ein Opa  unaufhörlich, daß sie ja schon vor 40 Jahren mit dem Motorrad über die Alpen  gefahren seien.

    Von Lech aus geht es nun auf einer Teerstraße über Zug (1511m), wo Gerhard von einem Hund angefallen wird, zum Formarinsee  hinauf. Während des Aufstiegs werden wir immer wieder von Bussen überholt, die hier auf der schmalen Straße wohl alle halbe Stunde verkehren. Da fällt es einem  doch ganz schön schwer, der Versuchung zu widerstehen, die restlichen Meter noch im warmen Bus zurückzulegen. Kurz vor Erreichen des Sees müssen wir schließlich  auch noch mit mehreren Kühen um die Vorherrschaft über die Straße kämpfen. Am  Ende der Straße, ab der Wendeplatte der Busse, geht der Weg dann in einen Schotterweg über, der uns die letzten 130 Höhenmeter um den Formarinsee  (1789m) herum zu unserem heutigen Etappenziel, der Freiburger Hütte (1916m), führt.

    Auf der Freiburger Hütte.Auf  der Hütte entledigen wir uns zunächst erst einmal unserer total durchnäßten  Kleidung und hoffen, daß sie bis zum nächsten Morgen im stickigen Trockenraum wenigstens einigermaßen trocknet. Da auf der Hütte nur in der Frauendusche warm  geduscht werden kann, zieht sich das ganze Prozedere ganz schön lange hin, bis  wir endlich frisch geduscht und aufgewärmt unsere wohlverdienten Spaghetti zu  uns nehmen können. Auf der Hütte befinden sich außer uns noch zwei weitere  Transalpgruppen, die wahrscheinlich genauso wie wir auf das am nächsten Tag  angekündigte Azorenhoch hoffen. Als wir uns um 22:00 Uhr auf unser Lager zurückziehen, ist von dem Hoch auf jeden Fall weit und breit noch nichts zu  sehen.

    Fahrzeit:

    11:00 - 17:15 Uhr

    Reine Fahr/Schiebezeit:

    4:04 Stunden

    Strecke:

    48,5 km

    Durchschnitt:

    11,7 km/h

    Höhenmeter:

    1550 hm



    2. Tag: Samstag, 24.7.1999 Freiburger Hütte - Galtür

    Freiburger Hütte
    Tel.:  0043/5556/73540
    http://www.freiburgerhuette.com/

    Das Azorenhoch ist da

    Rothorn 2481m / Rote Wand 2704mFreiburger Hütte (1916m).Wir haben Glück, das Azorenhoch ist da und die Sonne  scheint durch den Frühnebel hindurch. Das ausführliche Frühstück sowie das  gründliche Reinigen der Fahrräder (Ralph natürlich noch in seiner Jeans, die er als einziger dabei hat) und die anschließende Fotosession kosten uns jedoch  soviel Zeit, daß wir trotz aller guter Vorsätze die Freiburger Hütte erst um  9:30 Uhr verlassen und uns auf die noch recht nasse Abfahrt nach Dalaas begeben.  Wie sich später am Tag noch herausstellen sollte, ist dies für diese  beschwerliche Etappe eigentlich viel zu spät

    Gruppenbild an der Freiburger Hütte.HeikoDie Abfahrt ist bis zur Hälfte noch  recht schlecht zu fahren, was dazu führt, daß wir einige kleinere Stürze auf dem glitschigen Untergrund zu verzeichnen haben und das Bike öfters schieben müssen.  Ab der Hälfte ist die Strecke dann jedoch wieder gut zu fahren. Trotzdem zeigte  sich Ralph in einer Kurve auf der abschließenden Teerstraße kurz vor Dalaas für  einen Augenblick von Gerhards rasanter Kurventechnik beeindruckt, nur um im nächsten Gerhardt auf der Abfahrt nach Dalaas.Augenblick mit ansehen zu müssen, wie es Gerhard nach allen Regeln der Kunst mit seinem Bike zerlegt. Zum Glück trägt er aber außer einigen  Kratzern keine weiteren Blessuren davon. In Dalaas (800m) angekommen stärken wir uns noch einmal im örtlichen  SPAR-Laden (kostet uns aber leider schon wieder eine Stunde, da die einen es  sich erst überlegen, daß sie doch auch etwas einkaufen könnten, als die anderen gerade schon wieder aus dem Laden kommen), bevor wir uns an den Aufstieg auf den  Klingbergsattel machen.

    Auffahrt zum Kristbergsattel.Vom  Skilift aus erreichen wir nach einer Stunde stetigen bergauf Fahrens auf einem  angenehmen SchotterwegRast im Hasahüsli. schließlich den Kristbergsattel (1479m). Nach einer kurzen Rast geht es von hier aus wieder einige  wenige Meter bergab und anschließend auf einem gut fahrbaren Höhenweg östlich in Richtung Aussichtspunkt  (1562m) (so steht es wenigstens in der  Karte, zu sehen war dort aber von einem Aussichtspunkt weit und breit nichts)  und dann hinab ins Silbertal zum Hasahüsli  (1170m). Hier nehmen wir unser verspätetes  Mittagessen ein.

    Auffahrt durchs Silbertal I.Kurz nachdem wir wieder weiter gefahren sind, löst sich bei der Brücke über die Litz an Ralphs Fully sein doppelter Trinkflaschenhalter in Wohlgefallen auf. Plastikhalter scheinen sich für einen Transalp doch nicht so gut zu eignen. Nun beginnt eine auf den ersten Metern sehr steile, dann aber angenehme und landschaftlich sehr reizvolle Auffahrt durch das Silbertal. Teilweise sind die  Schäden, die durch die vielen Lawinenabgänge des letzten Winters entstanden sind, immer noch deutlich sichtbar.

    Blick ins Schönverwalltal.Als wir schließlich ohne größere Komplikationen am höchsten Punkt des Tales an der Oberen Freschhütte (1890m) ankommen, wundern wir uns, warum  diese Etappe in vielen Transalpberichten so verflucht wurde, denn eigentlich sieht die restliche, heute noch zu bewältigende Strecke (10km) auf der Karte nur noch verhältnismäßig kurz aus. Von nun an müssen wir Schneefeld am Langer Seeaber unsere Bikes vorbei am Langer See eine Stunde über zwar flache, aber sumpfige und steinige Trampelpfade schieben. Kurz vor Erreichen der Rosanna  (1850m) gilt es dann noch, zwei Schneefelder zu überqueren. An Fahren ist auf jeden Fall nicht zu denken. Zwischenzeitlich ist es nun auch schon 18:00 Uhr, es wird kalt und wir haben  alle total nasse Füße.

    Auffahrt durchs Schönverwalltal entlang der Rosanna.Nach der Überquerung der Rosanna stoßen  wir auf den Weg, der von den Transalplern benutzt wird, die den leichteren Weg von St. Anton über die Konstanzer Hütte zur Heilbronner Hütte fahren. Jetzt wäre es theoretisch möglich, einige Meter bis zur Schönverwall-Hütte (2007m) zu fahren; wir sind jedoch mit den Kräften schon ziemlich  am Ende und schieben lieber weiter. Nach zwei Kilometer müssen wir zum zweiten Mal die Rosanna für den Aufstieg zu den Scheidseen überqueren. Zum Glück ist das an einer Stelle über ein  Schneefeld problemlos möglich. Wir hatten schon befürchtet, wir müßten uns eventuell auf den 1-2 stündigen Umweg zu einer versteckten Brücke am Beginn des Ochsentals machen oder durch das eiskalte Wasser waten (wahrscheinlich hätten wir uns hier aber für die zweite Variante entschieden).

    An den Scheidseen Der Anstieg zieht  sich unglaublich hin, wird immer steiler und zu allem Überfluß zieht noch dichter Nebel auf und es wird eiskalt. Wir bekommen immer mehr einen Tunnelblick  und marschieren schlecht gelaunt, jeder für sich, Marc unterhalb der Heilbronner Hütte (2308m).nur noch möglichst schnell dem Ziel entgegen. Endlich kommen wir um 20:00 Uhr an der Kreuzung unterhalb der Neuen Heilbronner Hütte  (2308m) an. Die Hütte selber ist, obwohl nur wenige Meter entfernt, im dichten Nebel immer nur für einen kurzen Augenblick zu sehen. Da wir über die Hütte nichts Gutes gehört haben und die  morgige längste Etappe etwas verkürzen wollen, entschließen wir uns, obwohl wir mit unseren Kräften total am Ende sind, doch noch nach Galtür  abzufahren.

    5 Meter hohes Schneefeld auf der Abfahrt nach Galtür.Nach einer kurzen Pause machen wir uns also doch noch ziemlich frierend und lustlos direkt auf die gut fahrbare Abfahrt zum Kops-Stausee. An einer Stelle erheben sich tatsächlich noch rechts und links  des Weges fünf Meter hohe senkrechte Schneewände, und das Ende Juli. Hier muß  sich jemand wohl mit Schneefräsen ganz schön abgemüht haben, um den Weg frei zu  bekommen. Der zweite Teil der Abfahrt ist echt herrlich zu fahren, wir passen  jedoch wie wild auf, daß wir nicht, wie so viele vor uns, die Abfahrt in Richtung Galtür verpassen. Jeder zusätzliche Höhenmeter wäre jetzt "tödlich". Da  Ralph in dieser Gegend schon einmal zum Wandern war, schaffen wir es dann auch,  nicht an der wirklich kaum sichtbaren Abzweigung nach Galtür vorbeizufahren, und  mühen uns mit letzter Kraft die wenigen Meter zum Kops-Stausee (1809) hinauf.

    Galtür.Jetzt geht es nur noch bergab nach Galtür (1584m), wo wir dann auch endlich physisch und psychisch am Ende kurz vor 21.00 Uhr ankommen. Im Gasthof Landle wird uns auch noch ein warmes Abendessen versprochen, falls wir schnell duschen und nicht  gerade jeder etwas anderes zu essen bestellt. Nach dem Essen schaffen wir es gerade noch, unsere nassen Schuhe im Heizraum unterzustellen, bevor wir ins Bett  fallen und uns fragen, wie das denn nun erst am nächsten Tag mit unserer längsten Etappe werden sollte.

    Fahrzeit:

    9:30 - 20:50 Uhr

    Reine Fahr/Schiebezeit:

    6:46 Stunden

    Strecke:

    59,9 km

    Durchschnitt:

    8,8 km/h

    Höhenmeter:

    2390 hm


           


    3. Tag: Sonntag, 25.7.1999 Galtür  - Sesvennahütte

    Hotel Gasthof Landle
    Hausnummer.  16
    A-6563 Galtür
    Tel.:  0043/5443/8213
    Fax: 0043/5443/85566
    http://www.tiscover.at/landle

    Durchs Val d'Uina

    Gasthof Ländle in Galtür.Heute morgen fühlen wir uns nach dem gestrigen Tag immer noch ziemlich am Ende und wissen nicht so recht, ob wir es  heute bis zu unserem angestrebten Etappenziel, der Sesvennahütte, schaffen  werden. Aus den Erfahrungen des gestrigen Tages schlauer geworden, versuchen wir  also, heute möglichst früh aufzubrechen, leider gibt es jedoch vor 8:00 Uhr kein  Frühstück. So machen wir uns um 8:40 Uhr auf der Hauptstraße hinab nach Ischgl  auf den Weg. Den Paznauntal-Radwanderweg haben wir uns gespart, da uns der Weg  auf der Hauptstraße schneller erschien.

    Kuhstall in IschglAuffahrt zur Heidelberger Hütte.Totale Ruhe, weit und breit kein Mensch  zu sehen und ein eingezäunter Kuhstall verbreiten an diesem sonnigen  Sonntagmorgen in Ischgl (1376m) doch eine ganz andere Atmosphäre  als während der hektischen Wintermonate. Nur die vielen Baustellen zeugen schon wieder von den Vorbereitungen auf den nächstjährigen, winterlichen  Skitouristentrubel. Uns steht nun jedoch der erste der heutigen zwei Anstiege, 1232 Höhenmeter am Stück zur Überquerung des Alpenhauptkammes zum Fimberpaß  hinauf, bevor. Von der Ortsmitte aus geht es auf der Talabfahrt erst sehr steil, dann gut fahrbar hinauf zur Talstation der Fimbabahn (1662m).

    Das Pferd, das den Gelsattel anknapperte.Weiter geht es durch das Fimbatal zur Gampenalpe (1975m),  kurze Zeit später überqueren wir auch schon die österreichisch-schweizerische  Grenze. Während Marc und ich an einer Hütte rasten, macht sich doch tatsächlich ein Pferd, wahrscheinlich durch das Brötchen in meinem, am Fahrrad angelehnten  Rucksack angelockt, an meinem Gelsattel zu schaffen. Nur mit größter Mühe gelingt es uns, das gute Pferd davon abzubringen, das gute Stück als Mittagsmahl  zu verzehren.

    Fimberpa߸ (2608m)Aufstieg zum Fimberpa߸ (2608m)Kurz darauf treffen wir die anderen  vier, die vor der Heidelberger Hütte (2264m) Mittag gemacht haben. Gemeinsam  überqueren wir nun die Aua de Fenga und schieben unsere Bikes eine Stunde zum Fimberpaß (2608m) hinauf. Zum Glück ist dieses Schiebestück viel angenehmer,  schneefrei und nicht so lang wie das gestrige zur Heilbronner Hütte. Oben angekommen genießen wir das sonnige Wetter und die tolle Fernsicht. Nach einer kurzen Pause machen wir uns auf einem der gigantischsten Single-Trails der Alpen, je nach Fahrkönnen mehr oder weniger fahrbar, auf den Weg durchs Val Chöglia in Richtung Schweiz nach Vna.

    Brücke über die Aua Chölias I.Brücke über die Aua Chöglias II.Unten im Tal suchen wir erst eine ganze  Weile nach einer geeigneten Möglichkeit, die Aua Chöglias überqueren zu können. Hierzu müssen wir erst einige Kühe an einer Hütte (2054m) vertreiben, bevor wir auf einem morschen Baum die Aua Chüglias überqueren können (Tip: Die Karten sind hier etwas ungenau. Um zu dem Baumstamm zu gelangen, ist es  ratsam, sich bis kurz nach der Hütte immer rechts des Flußes halten).

    Weiter geht es auf gut fahrbaren Feldwegen, an den Resten einer riesigen Lawine des letzten Winters vorbei, nach Vna (1630m) . Hier diskutieren wir bei einer Portion Spaghetti, ob wir den zweiten Anstieg zur  Sesvenna-Hütte heute noch in Angriff nehmen sollen. Eine Bikerin, die an diesem Tag den Bus einer geführten Transalp Tour von Jester-Tours fährt und in dem Gasthof auf Ihre Gruppe wartet, erzählt uns, daß es noch circa 4 anstrengende Stunden bis zur Sesvennahütte sind.

    Im Val d' Uina I.Im Val d' Uina II.Ralph überredet uns  schließlich, doch noch weiterzufahren. Wir begeben uns also um halb fünf auf der  Teerstraße auf eine rasante Talfahrt über Ramosch ins Inntal zur Inntalbrücke (1112m),  von wo der Aufstieg durchs landschaftlich herrliche Val d'Uina, einem Höhepunkt  der Tour, beginnt. Im Val d' Uina III.Anfangs kommen uns noch viele Wanderer entgegen, die wahrscheinlich gerade von ihren Tagesausflügen zurückkehren. Der Weg ist theoretisch bis zur Alpe Uina Datain gut fahrbar, nach den Anstrengungen der letzten beiden Tage müssen wir aber immer wieder einige  Schiebepassagen einlegen.Im Val d' Uina IV. Entschädigt werden wir hier durch die wirklich traumhafte Landschaft. Ab der Alpe Uina Datain (1770m) schiebt man das Bike dann eine knappe Stunde durch eine in den Fels gesprengte Galerie hinauf. Diese atemberaubende Galerie wurde 1910 auf Initiative des deutschen Alpenvereins in die senkrechte Felswand der Schlucht  geschlagen. Im Val d' Uina IV.Oberhalb der Galerie angelangt, geht es teils schiebend, teils fahrend über eine Hochalm zum Schlingpaß (2311m) hinauf, der Weg zieht sich hierbei jedoch Kurve um Kurve  immer länger als erwartet hin. Ganz nebenbei überqueren wir während des  Aufstiegs noch die schweizerisch-italienische Grenze und damit die zweite Staatsgrenze innerhalb eines Tages. Anruf im Val d' Uina.Nachdem wir die letzten Wanderer überholen haben, erreichen wir kurz vor halb neun bei schon ziemlich  fortgeschrittener Dämmerung ziemlich erschöpft, aber glücklich, daß wir es doch  noch geschafft haben, die Sesvenna Hütte (2256m). Im Val d' Uina V.Zum Glück wußten wir aus anderen Tourenbeschreibungen, daß  es sich bei der alten, verlassenen Hütte, auf die am Ende der Alm der erste Blick fällt, nicht um die ersehnte Sesvenna Hütte (2256m) handelt, sondern diese erst einige Meter weiter rechts liegt. Trotz der telefonischen Auskunft, daß es  nur bis 18:30 Uhr ein warmes Auf dem Weg zum Schlinigpa߸ (2295m) II.Abendessen geben würde, erhalten wir noch ein super reichhaltiges 3-Gänge-Menü und kassieren sogar noch einen kleinen  Verweis, weil wir es nicht schaffen alles aufzuessen. Überhaupt scheint die  Hütte ein beliebtes Ausflugsziel zu sein, so erzählt uns der Wirt, daß sie an  diesem Sonntag über 300 Essen ausgegeben Auf dem Weg zum Schlinigpa߸ (2295m) I.haben. Die Hütte selbst ist recht  komfortabel (auch wenn an diesem Abend alle Duschen bis auf eine verstopft sind) und zum ersten Mal verspüren wir auch etwas italienische Lebensweise. Übernachten müssen wir nach unserer späten Ankunft in einem Massenlager.

    Fahrzeit:

    8:40 - 20:20 Uhr

    Reine Fahr/Schiebezeit:

    6:51 Stunden

    Strecke:

    58,3 km

    Durchschnitt:

    8,5 km/h

    Höhenmeter:

    2720 hm


    4. Tag: Montag, 26.7.1999  Sevennahütte - Trafoi

    Sesvenna Hütte
    Tel.:  0039/0473/830234
    http://www.sesvenna.it/

    Anfahrt zum Stilfser Joch

    Sesvenna Hütte (2256m).Marc vor einem Wasserfall.Nachdem wir nun die beiden schwersten  Etappen überstanden haben, machen wir uns am nächsten Morgen um 8:50 Uhr bei herrlichem Sonnenschein auf den Weg hinab zum Reschenpaß. Unserer langen Hosen  entledigen wir uns auch schon nach wenigen Metern wieder. Obwohl es noch früh am  Morgen ist, kommen uns doch schon einige Wanderer entgegen; die Sesvenna-Hütte scheint wirklich ein beliebtes Ausflugsziel zu sein. Auf der herrlichen und langen Abfahrt durchs Schliniger Tal geben Marcs Bremsbeläge endgültig ihren  Geist auf. Zwischendurch fürchtet er sogar schon um seine Felge, auf jeden Fall kann er nur noch langsam weiterfahren. Auch hier hatte bei seinem Fahrradhändler wohl eine zu optimistische Einschätzung der Belastungen während einer  Transalptour vorgelegen.

    Blick auf den Reschenpaß.Nach einer tollen Abfahrt am Reschenpaß angekommen,  beschließen wir also, bedingt durch die Materialschäden, den zweiten, an diesem Tag geplanten Anstieg zur Furkelhütte (2160m) auszulassen und in Malt (1051m) lieber unsere Ausrüstung wieder auf Vordermann zu bringen sowie unseren strapazierten  Gliedern heute etwas Erholung zu gönnen. Wir plündern also erst einmal den  Geldautomaten und machen uns dann auf zum örtlichen Fahrradhändler, Bikereperaturen in Mals (1051m).wo Marc, Steffen und Gerhard neue Bremsbeläge und Ralph nach einem längeren Auswahlprozeß neue Klickpedalschuhe erwerben. Gerhards rote Ritchey Bremsbeläge dürften  hierbei sämtliche Verschleißrekorde gebrochen haben, nach nur vier Tagen mußte er sie auswechseln. Keine Ahnung für welchen Einsatz die Dinger gedacht sind, für einen Transalp auf jeden Fall sind sie total untauglich.

    Mit frischen Bremsbelägen ausgerüstet  machen wir uns also nun über Glurns (907m) und Lichtenberg (1059m) auf zu unserem einzigen Anstieg des Tages zur Schartalpe. Der Anstieg ist  eigentlich gut fahrbar, allerdings macht uns unser akuter Wassermangel in der Mittagshitze doch sehr zu schaffen. Die kleinen, in der Karte eingezeichneten  Bäche existieren wohl auch nur im Winter, so daß wir halb verdurstet oben am Berg an einer Kreuzung ankommen.

    Pause auf der Schartalpe (1829m).Mit viel Glück finden wir zufällig die Schartalpe (1829m) leicht rechts erhöht von der  Kreuzung (Kompaß Karte ist hier etwas ungenau). Die Alpe ist jedoch nicht, wie  erhofft, ein beliebtes Ausflugsziel mit Ausschank, sondern ein verlassenes  Hüttelchen. Zu unserer Rettung steht jedoch vor der Hütte ein kleiner Brunnen,  an dem wir unseren schlimmsten Durst löschen können.

    Nachdem wir nun auch wieder unsere Wasserflaschen gefüllt haben, freuen wir uns schon auf die schöne Abfahrt nach Stilfs (1310m). In dem total verschlafenen Stilfs stärken wir uns in  einem Gasthaus für 20 DM (!) pro Person an einer Portion Speck und Käse. Als wir  dem Wirt erzählen, daß wir heute noch nach Trafoi weiterfahren wollen, um für  morgen schon die ersten Höhenmeter zum Stilfser Joch hinter uns zu bringen, versucht uns der Wirt mit den Argumenten, es wären eigentlich nur noch 10-15  Minuten bis Trafoi und wir könnten bei ihm für nur 68 DM übernachten, zum  Abbruch der Etappe zu überreden. Zum Glück gehen wir dann doch kein Risiko mehr ein und erreichen, allerdings erst nach einer knappen Stunde und nicht, wie  versprochen, nach 10-15 Minuten, über eine rasante Abfahrt auf der Teerstraße hinab zur Hauptstraße nach Gomagoi (1260m) und den anschließenden Anstieg, Trafoi (1543m).

    Autogrammkarte Gustav Thöni.Whirlpool im Hotel Bella Vista.In Trafoi  quartieren wir uns in dem völlig zu Recht in der Tourenbeschreibung empfohlenen Hotel von Olympiasieger Gustav Thöni ein (73 DM mit Frühstück und Bikerrabatt). Von unschätzbarem Wert ist hier - zur Hälfte der Tour - insbesondere der gebotene Service, daß die Bikerklamotten kostenlos gewaschen und getrocknet werden (an dieser Stelle noch einmal ein dickes Lob an die Mutter von Gustav Thöni) und nach dem Abendessen schon wieder in Empfang genommen werden können.  Im Whirlpool reicht das warme Wasser dann leider nur für zwei Personen, obwohl die Wirtin ihren lieben Gustav eigentlich noch mal "zum Feuer machen" schicken  will.

    Blick zum Ortler.Da wir heute zum ersten mal nicht erst kurz vor Einbruch der Dunkelheit unser Etappenziel erreicht haben, können wir noch für eine Stunde in den Liegestühlen die Aussicht  auf den Ortler genießen. Als Heiko beim Abendessen schließlich zur Krönung des  Tages zur Bedienung meint, "Servietten wären auch nicht schlecht" und diese verbale Entgleisung dann mit dem Hinweis, er wäre noch den rauhen Hüttenumgangston gewöhnt, zu entschuldigen versucht, erreicht die Stimmung ihren  Höhepunkt. Jedoch nicht nur die Stimmung ist an diesem Abend riesig, sondern  wohl auch unserer Durst, alleine neun Flaschen Mineralwasser, neben diversen  anderen Getränken, trinken wir zum Abendessen.

    Fahrzeit:

    9:50 - 17:00 Uhr

    Reine Fahr/Schiebezeit:

    3:53 Stunden

    Strecke:

    43:04 km

    Durchschnitt:

    11,0 km/h

    Höhenmeter:

    1300 hm


    5. Tag: Dienstag,  27.7.1999 Trafoi - St. Caterina

    Unterkunft bei Gustav Thöni:
    Hotel  Bella Vista
    Stilfserjochstraße 17
    I-39020 Trafoi
    Tel. & Fax:  0039/0473/61 17 16
    http://www.gustav-thoeni.com/

    Stilfser Joch und Traum-Singletrails

    Abfahrt von Hotel Bella VistaStilfser Joch Paßstraße.Am Morgen können Ralph und Heiko noch voller Stolz einige Autogrammkarten von Gustav Thöni ergattern und Licht in die  Familienverhältnisse der verschiedenen Bedienungen bringen. Trotzdem schwingen wir uns bei herrlichem Sonnenschein schon um 8:25 Uhr auf unsere Bikes. Uns  stehen an diesem Morgen noch gut 1200 Höhenmeter am Stück, verteilt auf die berühmten 48 Spitzkehren zum Stilfser Joch hinauf, bevor. Der Bau der Straße  wurde 1818 unter Kaiser Franz als kürzeste Verbindung zwischen dem Veltin und dem Vinschgau in Auftrag gegeben und schließlich zwischen 1820 und 1825 in nur fünf Jahren gebaut. Blick vom Stilfser Joch zurück ins Tal.Auffahrt zum Stilfser Joch I.Die  durchschnittliche Steigung wurde wegen der Pferdefuhrwerke mit 9 % für solche Paßstraßen sehr gering gehalten, an wenigen Stellen weist die Straße eine  Steigung von 11 % auf. Uns reichen an diesem Morgen auf jeden Fall die 9 %  Steigung vollkommen aus, zumal wir laufend von Rennradfahrern ohne Gepäck überholt werden und die Spitzkehren beim Blick nach oben gar kein Ende nehmen  wollen. Wenigstens feuert uns eine ältere Dame am Wegesrand an und bietet uns Wasser zu trinken an. Wir lehnen dankend ab, treffen die gute dann aber zwei  Kilometer weiter schon wieder am Straßenrand. Scheint irgendwie ihr Hobby zu sein, den Fahrradfahrern auf diesem beschwerlichen Anstieg zur Seite zu stehen. Auffahrt zum Stilfser Joch II.Nach 2:20  Stunden erreiche ich total platt als letzter unserer Gruppe das Stilfser Joch (2757m) . Heiko ist schon seit 20 Minuten oben, da er die ganze  Strecke ohne eine Pause durchgefahren ist. Als Begründung für diese Heldentat  meint er nur, "wenn ich da eine Pause gemacht hätte, wäre ich wohl nicht mehr  auf mein Bike gestiegen".

    Gruppenbild auf dem Stilfser Joch (2757m)Unser Coca-Cola Dosen SpenderOben am  Stilfser Joch herrscht ein hektisches, touristisches Treiben mit Würstchenbuden und Andenkenläden. Außerdem merkt man hier doch deutlich die Höhe, es weht ein  kalter Wind und total verschwitzt, wie wir nach dem Anstieg sind, fröstelt es uns hier oben doch ziemlich. Auf einen Würstchenverkäufer scheinen wir solch  einen heruntergekommenen Eindruck zu machen, daß er uns tatsächlich sechs Coca-Cola Dosen schenkt. Den in der Tourenbeschreibung vorgesehenen Aufstieg zur Drei-Sprachen Spitze (2843m) sparen wir uns, da der Fußweg nicht fahrbar ist, und das gleiche wohl auch für die Abfahrt, auf einem kleinen Fußsteig, zum Paß Umbrail gilt.

    Cantoniera 4 vor dem Paß Umbrail (2503m).Wanderweg zur Boccetta di Forcola (2768m)Wegen der Kälte raffen wir uns also schon nach kurzer Zeit  wieder auf und fahren das erste Stück der Abfahrt bis zum Paß Umbrail (2503m) auf der Teerstraße hinunter. Hier verlassen wir an der Cantoniera 4 die Stilfser Joch Paßstraße und passieren für wenige Meter wieder die Grenzschranke in die Schweiz, um dann aber nach 100 Metern gleich wieder links auf den Wanderweg zur  Bocchetta di Forcola abzubiegen und somit nach Italien zurückzukehren. Wir  brauchen etwa eine Stunde, teils schiebend, teils fahrend, vorbei an der Baltello d. Cögno (2585m) bis zur Paßhöhe.

    Gruppenbild an der Boccetta di Forcola (2768m)Boccetta di Forcola (2768m)An der Paßhöhe angelangt entpuppt sich  die Bocchetta di Forcola (2768m) als ein verfallener Schützengraben. Was es in dieser einsamen Gegend während des 1. Weltkrieges wohl einmal zu verteidigen  gab? Hier treffen wir auch die letzten Wanderer, eine dreiköpfige schottische  Familie, die sich gerne bereit erklärt, ein Gruppenfoto von uns zu machen. Nach  Verlassen des Bergkammes beginnt mit der kurzen Abfahrt zu einer verfallenen Kaserne nun aber die totale Einsamkeit.

    Wegsuche an der alten KaserneVor der alten KaserneAn der Kaserne müssen wir uns erst einmal neu orientieren, denn es stehen mehrere Wege zur Auswahl. Links sehen wir einen Pfad in der Felswand, auf dem wir keine Höhenmeter verlieren würden, während der andere Weg erst wieder einige Meter hinunter führt, bevor er sich  wieder teilt. Wir widerstehen zum Glück der Versuchung, den Pfad auszuprobieren, und fahren bis zur in der Tourenbeschreibung genannten Kreuzung auf 2630m ab.

    Abfahrt von der alten Kaserne zur Wegeskreuzung I.Abfahrt von der alten Kaserne zur Wegeskreuzung II.Hier teilt sich der Weg links auf einen Militärweg, leider wieder hinauf zum Bocche di Pedenoletto, und gerade aus weiter direkt ins Valle  Forcola hinunter. Da der direkte Downhill jedoch bei weitem nicht so  atemberaubend sein soll, biegen wir links ab und halten uns immer rechts bis zum  sichtbaren Sattel Bocche di Pedenoletto  (2790m), dem höchsten Punkt unserer  Alpenüberquerung. Jetzt sind wir auch froh, daß wir nicht den Pfad in der Felswand genommen haben, denn wie wir von hier aus sehen können, scheint der Weg  irgendwo im Niemandsland, abseits unseres Weges, zu enden. Was nun folgt, darf  sicherlich als eine der besten Abfahrten bzw. einer der besten Singletrails der Alpen bezeichnet werden.

    Abfahrt von der Malga Pedenolo (2384m) ins Valle Forcola (2070m).Blick vom Valle Forcola (2070m) hinauf zur Malga Pedenolo (2384m).Zuerst geht es auf einer alten,  teilweise noch gut erhaltenen Militärpiste über die Bocche di Pedenolo (2703m) bis zur Malga Pedenolo (2384m). Marc übt hierbei gleich noch einmal den Abflug über den Lenker, bleibt dabei zum Glück aber unverletzt.  Ab der Malga Pedenolo geht die Militärpiste in einen gigantischen und meist fahrbaren Singletrail, immer nahe am Abgrund (Gott sei Dank ist hier keiner  gestürzt) hinunter ins Valle Forcola  (2070m), über. Erschöpft, aber immer noch tief beeindruckt von der Abfahrt, füllen wir im Fluß unsere Wasserflaschen auf. Dieser Umweg hat sich definitiv gelohnt, wer hier direkt die Paßstraße hinunter nach Bormio fährt, verpaßt mit das schönste Teilstück dieses  Transalps.

    Abfahrt von der Bosso della Baita (1819m) nach Casa Boscopiano (1526m)Auf einem breiten Schotterweg geht es nun gemütlich durchs Valle Forcola in Richtung Brocchetta Grasso di Solena (2008m). Kurz vor Erreichen der Brocchetta biegen wir auf 1907m jedoch links ab und fahren über die Bosso della Baita (1819m) nach Casa Boscopiano  (1526m) ab. Unten auf der Brücke über die  Braulio müssen wir über 15 Minuten auf Gerhard und Steffen warten und befürchten  schon das Schlimmste. Zum Glück hatte Steffen aber nur Probleme mit seinen Bremsen. Nun geht es noch ein paar Meter hinauf zur Paßstraße und dann auf dieser in rasanter Fahrt hinunter in den Skiort Bormio (1225m). Albergo Compagnoni in S. Caterina Valfurva (1738m).Dort treffen wir in einem Straßencafé zufällig einige Bekannte aus Schwäbisch Gmünd,  die sich gerade auch auf einem Transalp auf der Heckmaier Route, allerdings mit  Begleitfahrzeug, befinden. Nachdem wir uns in dem Café gestärkt und von der anderen Gruppe verabschiedet haben, quälen wir uns zum Schluß des Tages noch die nicht enden wollende Teerstraße (11km) nach S. Caterina Valfura (1738m) hinauf. In S. Caterina klappern wir erst mehrere Unterkünfte ab, bevor wir uns entscheiden, in der Albergo Compagnoni zu  übernachten und damit das große Los ziehen, denn das abendliche 4-gängige Abendessen macht der italienischen Küche alle Ehre.

    Fahrzeit:

    8:25 - 18:45 Uhr

    Reine Fahr/Schiebezeit:

    6:20 Stunden

    Strecke:

    58,2 km

    Durchschnitt:

    9,2 km/h

    Höhenmeter:

    2300 hm


    6. Tag: Mittwoch, 28.7.1999 St.  Caterina - Dimaro

    Albergo Compagnoni
    Via Frodolfo 1
    I-23030 S. Caterina Valfurva (SO)
    Tel.: 0039/0342/92 51 05
    Fax: 0039/0342/92 50 60

    www.compagnoni.ne

    Der große Regen

    An diesem Morgen sitzen wir bereits um 8:40 Uhr  wieder auf unseren Bikes und verlassen S. Caterina in Richtung Gaviapaß. Beim Gaviapaß handelt es sich um eine wenig befahrene Teerstraße, die sich an manchen  Stellen sogar auf Feldwegbreite verschmälert. Nach einigen Metern müssen wir allerdings schon wieder eine kurze Pause einlegen, da Gerhard seine Regenjacke  vermißt und noch einmal zu unserer Unterkunft zurückkehren muß. Zum Glück findet  er die Jacke dort gleich wieder, und wir können unsere Fahrt fortsetzen. Auf dem  Anstieg überholen uns langsam zwei verrückte Biker, die uns nebenbei erzählen, daß sie eigentlich von St. Anton aus über die Darmstädter Hütte fahren und  hierbei mit Eispickeln eine Felswand erklimmen wollten. Irgendwie seien sie dabei jedoch an den dort noch liegenden Schneemassen und den widrigen  Witterungsverhältnissen gescheitert - total durchgeknallt die Jungs. Kurze Zeit  später verschlechtert sich das Wetter, und wir müssen unsere Fahrt im Nebel und bei Eiseskälte fortsetzen. Nebenbei überholt uns zuerst ein Rollerskifahrer,  stürzt sich dann total hektisch auf allen Vieren vor unseren Augen auf einen  rechts der Straße liegenden Bach und macht auf uns den Anschein, als wäre der Bach seine letzte Rettung vor dem Verdursten. Gaviapaß.Gaviapaß.Kurz bevor wir endlich die Paßhöhe erreichen, beginnt es zu regnen, und es wird noch ungemütlicher. Endlich oben am Gaviapaß (2621m) angekommen, müssen wir uns erst  einmal kurz in einer Hütte aufwärmen, während sich einige Rennradfahrer einfach  nach Erreichen des Passes von Autos abholen lassen. Als wir uns auf die Abfahrt  nach Pezzo machen wollen, trifft auch die andere Gruppe aus Schwäbisch Gmünd ein, gefolgt von ihrem Begleitfahrzeug, einem alten VW-Bus. Abfahrt vom Gaviapa߸ nach Pezzo (1565m).Auf der 15 km langen Abfahrt nach Pezzo sind auf der Straße  noch die ganzen Anfeuerungsslogans ("Forza Pantani") vom Giro D' Italia zu  lesen, der wenige Wochen zuvor den Paß in anderer Richtung hinauf geführt hatte.  Bei Sonnenschein wäre die Abfahrt sicherlich traumhaft, wir jedoch können kaum die Hand vor dem Auge erkennen. In Pezzo  (1565m) treffen sich alle Biker wieder in dem einzigen Restaurant des Ortes. Die Bedienungen scheinen uns jedoch nicht  besonders zu mögen, was uns doch verwundert, da das Restaurant noch ziemlich  leer wirkt. Rast in Pezzo IRast in Pezzo IINach einigen Minuten verstehen wir dann aber schon warum, denn das Restaurant beginnt  sich immer mehr mit Einheimischen zu füllen, und wir müssen unsere großzügig im Restaurant ausgebreitete Regenkleidung wieder zu uns nehmen. Da keine der Bedienungen Englisch oder Deutsch spricht, aber anscheinend doch öfters die  Transalpler das Lokal beehren, haben sie sich auf einem kleinen A5 Zettel eine handschriftlich geschriebene und kaum lesbare, deutsche Speisekarte zugelegt. Da sich überhaupt keine Besserung des Wetters einstellen will, beschließen alle Gruppen, die Auffahrt zum Forcellina di Montozzo (2613m) und die anschließende  Abfahrt zum Lago di Pian Palu (1830m) auszulassen und direkt über den Tonalepaß  nach Dimaro zu fahren. Wir verlassen also nach dem Mittagessen den Ortsrand von Pezzo auf einem Höhenweg und erreichen auf etwa 1500m die Hauptstraße. Pause bei der Aufahrt zum Tonalepa߸ (1883m).Die Teerstraße führt uns hinauf zum Passo del Tonale (1883m) , der ein Teil des Sommerskigebiets Valle de Sole ist. Hier kann man sogar im Sommer noch Ski fahren; die ganze Landschaft macht heute aber  in dieser grauen Suppe keinen besonders einladenden Eindruck. Die  Originalstrecke ist hier bei gutem Wetter sicherlich schöner. Während der Auffahrt beginnt mein linkes Knie, fürchterlich zu schmerzen und ich muß mehrere  Pausen einlegen. Nach einem kurzen Espresso oben am Paß schmeißen wir uns wieder frierend in unsere naßgeschwitzte Regenkleidung. Unterkunft in Dimaro (766m).So eine  Gore-tex Jacke hält zwar trefflich den Regen von außen ab, dafür badet man dann im eigenen Schweiß, von der viel gerühmten Atmungsaktivität merke ich jedenfalls  nichts. Es beginnt nun eine 25 km lange Abfahrt über 1100 Höhenmeter im  strömenden Regen über Vermiglio (1260m), Pellizzano (925m) und Mezzana (941m) hinunter nach Dimaro (766m), unserem heutigen Etappenziel. Hier steigen wir im Hotel Serena ab. Nachdem das Hotel zuerst eigentlich einen guten Eindruck auf uns  macht, kommen wir uns beim Abendessen wie in einem Seniorenheim vor. Entsprechend ist dann auch der Service, das Abendmenü wird in 45 Minuten unter  dem Motto " nur nicht meckern, sonst gibt es nichts mehr" von den Bedienungen durchgezogen. Wir kommen auf jeden Fall aus dem Lästern nicht mehr raus und müssen aufpassen, daß wir nicht des Speisesaales verwiesen werden. Abends stehen dann noch gemeinsames Fernsehen oder Kartenspielen auf dem Programm des Hotels,  wir kommen uns wie in einem falschen Film vor. Ich creme mir vor dem zu Bett gehen noch mein lädiertes Knie mit Marcs Creme ein und hoffe, daß das Knie den  letzten Tag noch einigermaßen übersteht.

    Fahrzeit:

    8:40 - 16:15 Uhr

    Reine Fahr/Schiebezeit:

    4:21 Stunden

    Strecke:

    65,4 km

    Durchschnitt:

    14,9 km/h

    Höhenmeter:

    1450 hm

                   


    7. Tag: Donnerstag, 29.7.1999  Dimaro - Riva del Garda

    Unterkunft:
    Hotel  Serena
    Via Gole 90
    I-38025 Dimaro (TN)
    Tel.: 0039/0463/97 49 74
    Fax: 0039/0463/97 32 63

    Schlußetappe

    Letzte FahrradputzeTrampelpfadZu unserer Schlußetappe empfängt uns morgens endlich wieder die Sonne. Langsam fällt es uns schon schwer, uns jeden  Morgen früh aus dem Bett und gleich auf das Bike zu schwingen. Die Chance, den  Transalp erfolgreich zu beenden und den Gardasee am Abend heil zu erreichen, läßt uns dann aber doch wieder frohgemut losziehen. Nach einigen Metern auf der Hauptstraße nach Madonna di Campiglio biegen wir in einer Kurve links auf einen  Trimm Dich Pfad ab. Da mein Knie immer noch ziemlich schmerzt, lasse ich meine lange Radlerhose an, um so das Knie wenigstens etwas zu wärmen, und nach einiger Zeit stellt sich auch eine gewisse Besserung ein. Auf halber Strecke hört der  Weg plötzlich auf, und wir diskutieren längere Zeit, ob wir uns jetzt verfahren  haben oder nicht, entschließen uns dann aber, weiter zu schieben. Nachdem wir 15 Minuten später immer noch unsere Bikes über Stock und Stein schieben und tragen, kommen wir abermals ins Grübeln uns stellen fest, daß wir wirklich eine Rechtsabbiegung verpaßt haben müssen.Mittagspause in Madonna di Campiglio (1522m)Blick zum Monte SpinaleZum Glück führt uns  der Trampelpfad nach einiger Zeit doch wieder auf den richtigen Weg zurück und wir erreichen nach knapp zwei Stunden den Reiterhof Malga Mondifra (1632m). Nun sind es nur noch wenige Meter bis zum höchsten Punkt Malga C. C. Magno  (1702m), von wo wir zur Ortsmitte von Madonna di Campiglio (1522m) abfahren. Hier stärken wir uns in einem Restaurant und genießen die letzten Sonnenstrahlen, bevor der Himmel sich  eintrübt und das Wetter sich zunehmend verschlechtert. Da mein Knie immer noch schmerzt und Marc und ich nicht mehr das Risiko eingehen wollen, oben am Lago di Val D. Agola im Nebel und Regen herumzuirren, trennen wir uns in Madonna. Erster Platten kurz vor RivaErstes Riva VerkehrsschildDie anderen machen sich noch einmal auf  in die Berge auf der Originalroute über den Lago di Val D. Agola (1595m) hinauf zum Passo  Bregn de l'Ors (1836m) und dann hinab durchs Val d' Algone nach Stenico  (666m) , während Marc und ich die  Hauptstraße über Pinzolo und Tione de Trento nach Stenico nehmen. Während der  ewigen Abfahrt beginnt es immer wieder zu regnen und in Ragoli machen wir noch einmal eine längere Pause, da sich direkt vor uns eine dunkle Gewitterfront  befindet, die wir erst vorbeiziehen lassen wollen. Von Stenico aus geht es  weiter abwärts ins Tal nach Ponte Arche (400m), wo wir zum ersten mal ein Verkehrsschild mit der Aufschrift Riva sehen. Erster Blick auf den GardaseeLago di TennoLeider müssen wir uns jetzt aber auch auf der anderen Seite  wieder den Berg nach Ballino  (755m) hinauf quälen. Jeder Tritt wird nun zur reinen Quälerei, und wir wollen nur noch so schnell wie möglich Riva erreichen. Zu allem Überfluß holt sich Marc 10 km vor Riva noch den einzigen "Plattfuß" des ganzen Transalps, und das auf der Teerstraße. Jetzt geht es aber  endgültig nur noch bergab. ???ZielfotoWir lassen den Lago di Tenno (570m) hinter uns, es wird immer wärmer, die Sonne kommt hervor und die ersten Blicke auf den Gardasee öffnen sich. Überglücklich erreichen wir zusammen mit zwei  weiteren Transalp Gruppen Riva del Garda  (65m), wo wir uns alle um das Ortsschild  tummeln, um endlich das so lange ersehnte Zielbild in den Kasten zu bekommen.  Vorne an der Uferpromenade in Riva gönnen wir uns nach einer Woche den ersten Eisbecher, nachdem wir uns eine Woche lang möglichst kohlehydratreich zu  ernähren versucht hatten (halten hierbei jedoch genügend Abstand zu den anderen Gästen, um sie nicht mit unserem Geruch zu belästigen). Eisbecher in RivaNun schwingen wir uns ein letzte Mal auf die Räder, um nach Torbole in unsere Unterkunft, der Villa Gloria, zu fahren. Hier erwarten uns  auch schon Rike, Migge und Britta, die sich bereit erklärt hatten, einen  Kurzurlaub am Gardasse zu verbringen und uns zwei Autos für die Heimfahrt an den Gardasee zu bringen. Abends um acht haben es dann auch die anderen vier geschafft. Frisch geduscht Endlich geschafft!feiern wir an diesem Abend noch unseren  erfolgreichen Transalp in einer Pizzaria in Torbole, wobei wir einmal die Speisekarte rauf und runter essen. An den nächsten zwei Tagen genießen wir noch  das faule Urlauberleben am Gardasee in vollen Zügen, bevor wir am Sonntag  Nachmittag wieder in Richtung Heimat aufbrechen.

    Siegerfoto

    Unterkunft:

    Villa Gloria
    Via Marocche 1
    I-38069 Torbole  sul Garda
    Tel.: 0039/0464/50 57 12
    Fax: 0039/0464/50 62 47

    Fahrzeit:

    8:50 - 17:40 Uhr / 8:50 - 20:00  Uhr

    Reine Fahr/Schiebezeit:

    5:49 Stunden / 7:39 Stunden

    Strecke:

    96,4 km / 90,0 km

    Durchschnitt:

    16,5 km/h / 11,7 km/h

    Höhenmeter:

    1400 hm / 2100 hm


    Gesamt:

    Reine Fahr/Schiebezeit:

    39:54 Stunden

    Strecke:

    423,3 km

    Durchschnitt:

    10,6 km/h

    Höhenmeter:

    13.810 hm


    Packliste:

    Im Rucksack

    Rucksack + Regenhülle

    1.000 g

    Helm

    340 g

    Activent Jacke

    380 g

    Gore-Tex Jacke

    540 g

    Fleece Pulli

    380 g

    Handschuhe

    70 g

    Handtuch

    110 g

    Hüttenschlafsack

    450 g

    Gore-Tex Socken

    110 g

    Bike-Trikot

    230 g

    Bike-Hose

    200 g

    Lange Hose

    400 g

    3 Paar Socken

    60 g

    Regenhose

    300 g

    Waschzeug
    -  Waschkonzentrat
    - Ohropax
    - Zahnpasta
    -  Zanhbürste
    - Rasierzeug
    - Gesäßcreme
    -  Sonnencreme


    5 g
    30 g
    20 g
    20 g
    30 g
    140 g
    30 g

    36 Mineraltabletten

    150 g

    Arznei/Verbandszeug

    verteilt

    Badeschuhe/Adiletten

    400 g

    Foto

    300 g

    Sonnenbrille

    120 g

    3 Unterhosen

    110 g

    Geld

    10 g

    2 T-Shirts

    350 g

    Lampe

    50 g

    Stirnband

    5 g

    Jogging-/ Jeanshose

    320 g

    Badehose

    40 g

    4 Diafilme

    160 g

    Kurzer Schlafanzug

    280 g


    Gesamtgewicht:

    ca. 7100


    Tips & Tricks

    • Neue Bremsbeläge, Mäntel und neuwertige Kette vor  der Tour montieren

    • Morgens früh losfahren

    • Karten farbkopieren, Strecke kennzeichnen und in Folie einschweißen, dabei die Folie
      etwas  überstehen lassen, damit keine Näße eindringen kann

    • Gute Regenüberschuhe aus Neopren kaufen, alles andere scheint nichts zu nützen

    • Cross Country Klickpedalschuhe sind kein Problem

    • Keine Flaschenhalter aus Plastik benützen


    Highlights

    • Leiter am Schrofenpaß

    • Single Trail Abfahrt vom Fimberpaß

    • Auffahrt durchs Val  d'Uina

    • Übernachtung in Trafoi bei Gutav ThöniSchneemassen auf der Abfahrt nach Galtür.

    • Auffahrt zum Stilfser Joch

    • Abfahrt vom Stilfser Joch über die Bocchetta di  Forcola nach Bormio

    • Abendessen in St. Caterina

    • Abfahrt nach Galtür vier Wochen vor unserer Tour (Quelle: Georg Pendl 1999)


    Karten: Kompass Nummern: 3, 33, 41, 52, 072, 73, 101; Kümmerly + Frey-Wanderkarten: Blatt "Unterengadin"


    Wegbeschreibung:

    • Aus Mountain Bike (Quelle: Homepage von Daniel Bolender)

    • Mountain Bike 4/2000

    • Panorama


    Teilnehmer:

    Matthias Michael, 30 Jahre aus Schwäbisch  Gmünd
    Steffen Wieland, 27 Jahre aus  Waiblingen
    Heiko Ruppert, 30 Jahre aus Heilbronn
    Gerhard Mack, 29 Jahre aus Ulm
    Ralph Worret, 29 Jahre aus Schwäbisch Gmünd
    Marc Hinderer, 29  Jahre aus Stuttgart-Vaihingen

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